Rassestandard:                                               
 
 
                                                        Schnellansicht. Das Erscheinungsbild
                                                                         Der Kopf
                                                                         Der Körper
                                                                         Die Maße
                                                                         Der Charakter

 

Geschichte:
 
Der Rhodesian Ridgeback ist zur Zeit die einzige von der FCI anerkannte südafikanische Rasse. Der Ursprung des bei uns als "Löwenhund" bekannte Rhodesian Ridgeback führt zurück zu den Khoi-Khoin (Hottentotten, niederl."Stotterer"). Die ersten europäischen Siedler kreuzten ihre Hunde mit sehr leistungsfähigen und den ridgetragenden Hunden der Einheimischen. Das Ziel war es, gute Jagdhunde zu züchten. Erste Berichte portugiesischer Seefahrer über Hunde mit Ridge datieren aus dem spätem 15.Jahrhundert.Genaue Aufzeichnungen zum Ursprung der Rasse existieren jedoch erst seit dem neunzehbten Jahrhundert.   
Die Hunde wurden in erster Linie als Jagdhunde gehalten. Sie spürten auf weite Entfernungen das Wild auf, warnten vor Gefahren und beschützen die Siedlungen. Die Aufgabe des Ridgeback bestand nicht darin, mit den gejagten Tieren zu kämpfen oder sie zu töten, sondern sollte der Ridgeback das Wild nur so lange stellen, bis die Jäger eintrafen.
Es hält sich das Gerücht, das der Rhodesian Ridgeback - der Löwenhund- Löwen gejagt und seine Kräfte mit einem Löwen gemessen, ihn sogar gerissen hätte. Tatsächlich würde der kluge Ridgeback nicht mit einem Löwen kämpfen, sondern den Löwen mit enormer Wendigkeit so stellen, das ihm der Löwe nicht selbst gefählich werden kann  
 
Cornelius van Rooyen war von den Ridgebacks so sehr begeistert, das er sie selbst für seine Zucht einsetzte. Neben doggenartigen Hunden, Bloodhounds und Pointer sind auch europäische Jagdhunde mit in seine Zucht eingeflossen. Er züchtete in erster Linie für die guten Jagdeigenschaften, weniger denn dem Aussehen der Hunde. Aufgrund der großen Nachfrage nach seinen Hunden wurden diese als "Van Rooyen Hunde" bekannt.Diese Hunde haben den Grundstock des heutigen Rhodesiab Ridgeback gebildet.
Die erste Reinzucht begann Francis Richard Barnes im Jahre 1915 unter dem Zwingernamen "Eskdale". Im Jahre 1922 gründete Barnes mit einigen anderen Züchtern den Rhodesian Ridgeback Club in Bulayawo, südwestl. Rhodesian. Die Zucht basierte auf dem Dalmatiner-Standard und wurde 1926 von der Kennel Union des Südlichen Afrika anerkannt. Die erste registrierte Zucht in Deutschland wurde unter dem Zwingernamen "Umvuma" bekannt, Züchterin war Frau Anne Müller aus Helvesiek. Der Rhodesian Ridgeback wird noch immer zur Jagd von Wild in vielen Teilen der Welt verwendet, genauso wird er aber auch besonders als Wachhund und Familienmitglied geschätzt.                                                                      nach Oben
 
Der Körperbau:

Der Rhodesian Ridgeback sollte einen ausgewogen gebauten, starken, muskulösen, wendigen und aktiven Hund darstellen, symmetrisch im Profil und bei mittlerer Geschwindigkeit äußerst ausdauernd. Das Hauptaugenmerk ist auf Beweglichkeit, Eleganz und funktionale Gesundheit ohne Tendenzen zu einer massigen Erscheinung zu legen.
 
Der Rückenkamm muss klar abgegrenzt sein, symmetrisch, und zu den Hüfthöckern hinschmaler werden. Er muss unmittelbar hinter den Schultern beginnen und bis zu den Hüfthöckern reichen. Der Rückenkamm darf nur zwei Wirbel aufweisen, die dieselbe Form haben und einander gegenüber liegen. Die Unterkannte der Wirbel dürfen nicht über das obere Drittel des Rückenkamms hinausgehen, wobei en guter Durchschnittswert für die Breite des Rückenkamms ist 5 cm (2'') ist.          nach Oben

Kopf:
 
Der Schädel sollte von mittlerer Länge sein (Breite zwischen den Behängen, Entfernung vom Hinterhauptstachel bis zum Stirnansatz,
vom Stirnansatz bis zur Nasenspitze sollten gleich sein), flach und breit zwischen den Behängen, in entspannter Haltung keine Faltenbildung am Kopf.

Der Stirnansatz sollte recht gut markiert sein: Das Profil darf nicht in einer Geraden vom Hinterhauptstachel zur Nasenspitze verlaufen.
Die Nase sollte schwarz oder braun sein. Eine schwarze Nase sollte mit dunklen Augen, eine braune Nase mit bernsteinfarbenen Augen einhergehen. Der Fang sollte lang, tief und kräftig sein. Die Lefzen sollten straff sein und an den Kiefern anliegen.

Starker Kiefer, mit einem perfekt schließenden und vollständigen Scherengebiss.
Das heißt, dass die obere Schneidezahnreihe die unteren Schneidezähne dicht übergreifen und senkrecht im Kiefer stehen. Die Zähne müssen gut entwickelt sein, besonders die Eck- oder Fangzähne, keine Backen.

Die Augen sollten mäßig weit voneinander eingesetzt sein, rund, klar und funkelnd, mit intelligentem Ausdruck. Ihre Farbe soll mit der Fellfarbe harmonieren.

Der Behang sollte ziemlich hoch angesetzt sein, von mittlerer Größe, recht breit am Ansatz und sich zu einer abgerundeten Spitze verjüngen. Er sollte dicht am Kopf anliegend getragen werden.                                                                    nach Oben

Körper: 
 
Der Hals sollte ziemlich lang sein, kräftig und ohne lose Kehlhaut.
Die Hunde sollten einen kraftvoller Rücken besitzen, wobei die Lenden stark, muskulös und leicht gewölbt sein sollen.

Der Brustkorb sollte nicht zu breit, aber sehr tief und geräumig; der tiefste Punkt des Brustbeines sollte in Höhe des Ellenbogenpunktes liegen, die Vorbrust sollte von der Seite sichtbar sein mit mäßig gewölbte Rippen, niemals tonnenförmig

Die Rute ist am Ansatz kräftig, zur Rutenspitze hin allmählich dünner werdend, nicht grob. Von der Länge, weder zu hoch noch zu tief angesetzt, leicht gebogen getragen, aber niemals geringelt.
 
Die Vorderläufe sollten vollständig gerade sein, stark und mit kräftigen Laufknochen, die Ellenbogen am Rumpf anliegen.
In der Seitenansicht sollte der Vorderlauf breiter sein als in der Frontansicht.
Starke Vorderfußwurzelgelenke, Vorderfuß leicht geneigt gestellt.

Die Schultern sollten sich schräg liegend klar abzeichnen und muskulös, große Geschwindigkeit erahnen lassen.
Die Bemuskelung der Hinterhand sollte schlank sein, die Knie gut gewinkelt, der Hintermittelfuß kurz.
Die Pfoten sind rund, mit eng aneinander liegenden und gut gewölbten Zehen.
Die Gangart ist mit gutem Raumgriff, frei und regen.

Das Haarkleid sollte kurz und dicht sein, glatt und glänzend im Aussehen, aber weder wollig noch seidig.
Die Farbe variiert zwischen hell weizenfarben bis rotweizenfarben. Ein wenig weiß an der Brust und an den Zehen wird als statthaft angesehen,
ausgedehnte weiße Behaarung an der Brust, am Bauch oder oberhalb der Zehen ist jedoch unerwünscht.
Ein dunkler Fang und dunkle Behänge sind statthaft. Zu viele schwarze Haare im ganzen Fell sind äußerst unerwünscht.

Die Rhodesian Ridgeback finden sich in der Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen Sektion 3 Verwandte Rassen, Ohne Arbeitsprüfung wieder.nach Oben

 

Die Maße:
Die erwünschten Widerristhöhen sind:
Rüden: 63,0 cm (25'') bis 70,0 cm (27''); Hündinnen: 61,0 cm (24'') bis 67,0 cm (26'')
Gewicht:
Rüden: 36,6 kg (80 Ibs); Hündinnen: 32,0 kg (70 Ibs)
Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad seiner Abweichung stehen sollte.
N.B.:
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden
 
Der Charakter: 
 
Der Standard beschreibt den Rhodesian Ridgback als einen erhabenen, intelligen Hund, der Fremden gegenüber zurückhaltend ist, jedoch keine Aggrssivität oder Scheu zeigt.Seine Selbstsicherheit lässt ihn freu von Aggressivität und Scheu sein.Er hat einen sechsten Sinn, der ihn Gefahren oft früher wittern und Situationen richtig einschätzen lässt.Die Verwendung in der Jagd setzt wichtige Veranlagungen voraus. Die Hunde müssen selbständig handeln können, sind aber genauso auf seinen Jäger angewiesen. Der Hund ist ein selbständig denkenes Familienmitglied und Partner, der Befehle oftmals hinterfragt, bevor er sie blind befolgt.
 
Der heutige Ridgeback wird fast ausschliesslich als Familienhund gehalten. Er ist zu Kindern sanft und mit anderen Haustieren verträglich, eignet sich mit seiner feinen Nase als Fährtenhund und kann daher auch als Spür- oder Rettungshund ausgebildet werden. Der Ridgeback ist ein ausgesprochen sportlicher Hund und läuft gern am Fahrrad oder begleitet seinen Menschen beim Joggen.
Der Ridgeback gehört zu einer spätreifen Rasse, d.h. das die Entwicklung des Hundes und seinem Charakter erst mit ca 2 Jahren abgeschlossen wird. Dies muss in der konsequenten und sensiblen Erziehung berücksichtigt werden.                   nach Oben    
 
 

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